DELETE - Die Kunst der Zerstörung

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Am Neuschacht 1

1 Am Neuschacht

2733 Grünbach am Schneeberg

Austria

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Beschreibung des Events
„Am Ende fängt alles an – Die Kunst der Zerstörung“ NUR im Gratis-Livestream zu sehen. Kein Zugang für Publikum. (Covid-19-Update 17.09.20)

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Covid-19-Update (17.09.20):

Unser Event ist wegen steigender Infektionszahlen leider NUR im Gratis-Livestream zu sehen. Kein Zugang für Publikum. Bereits gekaufte Tickets werden bis 25.09. auf Eventbrite rückerstattet.

Wir sind untröstlich und bitten um Verständnis.

Livestream: Kunst der Zerstörung (facebook.com/KunstDZ)

26.09. - 14h30

DIE KUNST DER ZERSTÖRUNG

- Am Ende fängt alles an -

Achtung: Dieses Theaterstück wird sich nach wenigen Stunden selbst zerstören.

Ländliche Regionen verändern sich, fruchtbare Flächen werden versiegelt und Kultur sucht sehnlichst Orte zum Gedeihen. Dieses Spannungsfeld bildet die Basis, auf der „Die Kunst der Zerstörung“ aufbaut.

Mit einem speziell für diese Aktion geschaffenen Text werden Malerei, Tanz und Musik zu einer Theaterperformance vereint, die in Wirklichkeit eine avantgardistische Abrissparty ist. Die Geschichte des Ortes wird Teil des Stückes und andersherum – bis die Bühne und ihr gesamtes Gebäude dem Erdboden gleichgemacht werden. Selten wurde die Vergänglichkeit von Kunst und Raum so spürbar gemacht. Der Kulturverein Delete lädt ein zu einem Ende, an dem alles anfängt.

Malerei, Tanz, Musik und Literatur – diese Disziplinen werden am 26. September 2020 in Grünbach am Schneeberg mit einem Text des Autors Stephan Lack „Am Ende fängt alles an – Die Kunst der Zerstörung“ durch den renommierten österreichischen Regisseur Gernot Lechner in Szene gebracht. Der österreichische Maler Axl Litschke und sein Team verleihen dem Stück die Dimension der Malerei, der Choreograph Ulrich Gottlieb setzt es in Bewegung, begleitet von Musik, die den passenden Soundtrack liefert.

Nicht nur verschiedene Formen der Kunst greifen ineinander, auch der Spielort des Hangar 10, der einst eine Tischlereihalle war und heute leer steht, wird Gegenstand der Geschichte bis Geschichte und Gegenstand ein jähes Ende finden und buchstäblich von einem Abrissteam zerstört werden. Zum Schluss bleibt die Erinnerung an das Geschehene und eine Spur von Staub, auf den sich Neues legen kann. Das Publikum wird Zeuge einer einmaligen dynamischen Inszenierung und somit zur einzigen tatsächlichen Quelle einer Erzählung, die dort auf diese Art und Weise nie wieder stattfinden wird.

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Delete – Verein für die Kunst der Zerstörung

Im Juli 2018 erfolgte durch Gernot Lechner und Matthias Hammer die Gründung des Vereins

„delete – Verein für die Kunst der Zerstörung“. Die Geschichte dieser Initiative ist aber bei weitem älter. Bereits seit einigen Jahren ist das Unbehagen im Zusammenhang mit den Veränderungen in der Gesellschaft im Allgemeinen (Bruch alter Strukturen) und der zunehmenden Versiegelung der Landschaft und der damit zusammenhängenden Veränderung des Klimas gewachsen.

Diese dramatische Entwicklung aufgreifend, möchten die Beteiligten des Vereins „delete“ aus den unterschiedlichsten künstlerischen Perspektiven das „verharren“ auf gewohnten Abläufen, die offensichtliche „Scham der Gesellschaft“ altes rückzubauen, aufarbeiten.

Der Sitz des Vereins ist in Wien.

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Das Grünbacher Steinkohlereviertel

Die gewerbemäßige Steinkohlengewinnung im Tagbau wurde in Grünbach zwischen 1823 und 1825 aufgenommen. Die gewonnene Steinkohle wurde zunächst unsortiert per Fuhrwerk nach Wiener Neustadt und von dort auf dem Wiener Neustädter Kanal nach Wien gebracht. Die Inbetriebnahme der Schneebergbahn hatte schließlich eine Steigerung der Förderleistung zur Folge.

Im Jahr 1866 wurden neben drei Beamten und vier Aufsehern von 348 Männern, zwölf Frauen und acht Kindern rund 39,200.000 Kilogramm Kohle gefördert. Zu dieser Zeit verfügte das in Besitz von Heinrich Drasche stehende Bergwerk über 25 abquerende Stollen mit einer Gesamtlänge von 19.586 Metern und zwei Hauptschächten. Für das Transportwesen im Bergwerk stand eine Gleisanlage von 7238 Metern zur Verfügung. Zur technischen Ausrüstung gehörten unter anderem vier Dampfmaschinen.

Am 30. November 1932 kam es unter den 1026 Bergarbeitern zu einem fünf Wochen andauernden Streik. Gefordert wurden eine Lohnerhöhung, die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen und eine Verbesserung des Kollektivvertrages. Eine Delegation von streikenden Bergleuten gelangte trotz Einsatz der Polizei ins Wiener Rathaus.

Um 1955 lag die jährliche Förderung bei 140.000 bis 170.000 Tonnen Steinkohle.

Steigende Kosten ließen den Steinkohlenbergbau in Grünbach unrentabel werden, so dass 1965 der vorletzte Steinkohlebergbau (der letzte folgte 1967 im benachbarten Höflein) in Österreich eingestellt wurde. Anlässlich dieser Schließung kam es zu einem letzten Arbeitskampf der Kumpel.

Das Werksgelände am Neuschacht wurde in der Folge bis 1999 von Klimatechnik-Firmen genutzt. Seit 2018 ist dort der Verein Lebensbogen ansässig.

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Besetzung

Konzept & Inszenierung: Gernot Lechner

Konzept & Leitung Malerei: Axl Litschke

Autor: Stephan Lack

Dramaturgie: Eva-Maria Weingart

Kostüm/Ausstattung: Andrea Fischer

Choreografie (Performance/Tanz): Ulrich Gottlieb

Audiovisuelle Gestaltung: Roman Litschke

SCHAUSPIEL:

Karin Frank (Rolle: Agathe), Sascha Titel (Rollen: Friedmann/Falk), Anneliese Prilhofer (Rolle: Herta),

Michael Klein (Rolle: Mark), Kurt Wittmann (Rolle: Dennis), Olivia Pflegerl (Rolle: Kleo), Roman Kornfeld (Rolle: Julius)

MALEREI:

Regina Schieder, Andreas Roseneder

PERFORMANCE / TANZ:

Doris Schillein, Julia Fraunlob, Ute Gypser

MUSIK:

Fabian Sparlinek (Keys, Synth)

David Uprimny (Gitarre, Synth)

Agnes Bischof (Saxophon, Flutes)

Severin Steirer (Drums)

Edoardo Blandamura (Bass)

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Weitere Infos auf www.verein-delete.net

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