Jubiläumskonzert Ákos Bánlaky 31.10.2026
Einzigartige zeitgenössische Kammermusik: zwischen schwebender Tonalität, strenger Form und weltweiten Inspirationen.
Eintritt: freie Spende.
Anmeldung erforderlich!
Der Verein „Orchesterwelt“ lädt Sie herzlich zum Jubiläumskonzert von Ákos Bánlaky ein. Der in Wien lebende Komponist und Basssänger – ausgebildet an der Wiener Musikhochschule in der Kompositionsklasse von Kurt Schwertsik – zählt zu den prägendsten Stimmen der zeitgenössischen Musiklandschaft in Österreich.Was erwartet Sie an diesem Abend? Die Musik von Ákos Bánlaky schlägt eine Brücke zwischen akademischer Meisterschaft, ausdrucksstarker Melodik und innovativer Klangsprache:
- Schwebende Tonalität & Enharmonie: Seine Werke basieren auf einer faszinierenden „Scheintonalität“ und spezifischen Modi (u. a. Messiaenschen Modi mit beschränkten Transpositionsmöglichkeiten).
- Klassische Formen neu interpretiert: Mit strengem Formwillen entwickelt er seine Instrumentalwerke aus prägnanten Motiven entlang klassischer Strukturen wie Sonate, Passacaglia oder Tanzformen.
- Globale Einflüsse: Geprägt durch ethnomusikologische Forschungsreisen (u. a. nach Kamerun, Venezuela, Äthiopien und Iran) fließen Elemente weltweiter Volksmusiktraditionen subtil in seine Kompositionen ein.
- Vokale Tiefe: Als erfahrener Sänger kennt Bánlaky die menschliche Stimme von innen heraus – seine Lieder und Liedphantasien zeichnen sich durch besondere Expressivität aus.
Programm & Konzertdetails:
- Veranstalter: Verein „Orchesterwelt“
- Anlass: Jubiläumskonzert Ákos Bánlaky
- Datum & Uhrzeit: Samstag, 31. Oktober 2026 um 19:00 Uhr
- Ort: Roter Salon der ÖSTIG, Wien
Programm des Abends (Auswahl aus dem Schaffen von Ákos Bánlaky):
3. Satz aus dem Klavierquintett op. 33
2. Satz aus dem 5. Streichquartett op. 90 UA
9 Lieder für Sopran und Klavier op. 86 UA
– Ein Fichtenbaum steht einsam (Heinrich Heine)
– Leise Lieder (Christian Morgenstern)
– Heimat (Christian Morgenstern)
– Mein Leben (Rainer Maria Rilke)
– Ablehnung (Vesna Hassler)
– Träume (Akos Banlaky)
– Wenn ich manchmal (Rainer Maria Rilke)
– Wir müssen immer wieder uns begegnen (Christian Morgenstern)
– Wir werden zusammen schweigen (Christian Morgenstern)
3. Satz aus dem Violinkonzert op. 82 UA
17. Liedphantasie nach Francesco Petrarca op. 84 UA
– Ich fühl ein altes Wehn… ( 320. Sonett)
– Lieb` Vögelein… (353. Sonett)
– Ach, schön Gesicht…. (267. Sonett)
– Erwählte Engel….( 346. Sonett)
– Sie, die mein jugendliches Herz umschlungen… ( Rime estravaganti)
– Dahin ist ach! die Zeit nun… (313. Sonett)
(Anderungen vorbehalten / Verein „Orchesterwelt“)Ticket-Informationen:
- Termin: 31.10.2026 | 19:00 Uhr
- Location: Roter Salon der ÖSTIG, Wien
Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Plätze für diesen besonderen Jubiläumsabend der Neuen Musik!
Ausführende:
Martha Matscheko, Maximilian Schnabel – Gesang
Taisiya Zinova, Wakana Kimura – Violine
Raphael Master – Viola
Camilla Ribeiro – Cello
Adil Saberov, Elias Gillesberger – Klavier
Moderation: Maxim Seloujanov
Akos Banlaky lebt in Wien. Sein Studium schloss er 1998 als Komponist an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien in der Kompositionsklasse von Prof. Kurt Schwertsik mit ausgezeichnetem Erfolg ab.
Als Obmann des Vereins „-tonWerk-“, Forum für Neue Musik organisierte er zwischen 2001 und 2025 zahlreiche Konzerte wie z. B. die Reihe Musik und Natur im Naturhistorischen Museum oder die Wiener Hausmusik. Seine Tätigkeit erfolgte auch in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie Sirene Operntheater, Alte Schmiede Wien oder exil.arte. Unter seiner Kuratierung stand von 2017 bis 2023 die Konzertreihe „Lebenszeichen“ beim Festival Carinthischer Sommer und viele Konzerte im Roten Salon der ÖSTIG LSG. Zu seinen künstlerischen Verdiensten gehört auch die Ergänzung von Manuskripten aus Nachlässen vergessener Komponisten, wie z. B. Peter Kempny, Wilhelm Grosz oder Franz Ippisch.
Seine künstlerische Tätigkeit erstreckte sich in Zusammenarbeit mit den Österreichischen Kulturforen über mehrere Städte wie London, Budapest, New York u. a.
In der Werkliste von Akos Banlaky stehen 6 Opern, etwa 150 Lieder, 18 Liedphantasien, ein Oratorium, zahlreiche Orchester- und Kammermusikwerke, die in vielen europäischen Ländern aufgeführt worden sind.
„Die theoretische Grundlage meines Komponierens könnte man mit einem Begriff andeuten: Enharmonie. Eine Scheintonalität, die nicht auf den klassischen Tonarten, vielmehr auf Modi, unter anderen auf den von Messiaen systematisierten „Modi mit beschränkten Transpositionsmöglichkeiten“ basiert. Ob dieses schwebende System chromatisch verdichtet oder diatonisch aufgelockert wird, entscheidet wiederum die konkrete Situation: für Vokalmusik, z. B. für eine von einem Laienchor im Auftrag gegebene Messe, schreibt man naturgemäß anders als für Orchester oder Kammermusik. Das ist Handwerk, ein zweites prägendes Element in meinem Schaffen: nämlich ein ständiges Berücksichtigen der Machbarkeit, ein Balanceakt zwischen den praktischen Erfordernissen des Musikbetriebes und dem subjektiven Ausdruckswillen. Dazu gehört ein strenger Formwille: beinahe alle meine Instrumentalwerke werden aus kurzen Themen durch motivische Arbeit entlang neuinterpretierter klassischer Formen entwickelt.“
A. Banlaky
Gut zu wissen
Highlights
- 2 Stunden
- Präsenzveranstaltung
Ort
Roter Salon der OESTIG LSG
20 Wipplingerstraße
1010 Wien
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