Kleo - Superstar
Die Sommerproduktion „KLEO SUPERSTAR – Eskapaden einer jungen Pharaonin“ wird mit einem Team von 12 Jugendlichen aufgeführt.
Kleo – ein Superstar für alle
Die legendenumwobene Herrscherin Kleopatra VII Philopator (69 bis 30 v. Chr.) als komödiantische Bühnenfigur; das letzte Kapitel des jahrtausendealten Ägyptischen Königreichs als Hintergrund für eine respektlose Betrachtung hartnäckig tradierter Machtmechanismen; Geschichte, Exotik und antikes Namedropping; behauptete Größe auf engstem Bühnenraum; dazu der fantastische Kosmos der altägyptischen Mythologie und die handfesten Probleme einer jungen Frau, die sich in einer Männerdomäne behaupten will. – Eine Menge Holz für ein kleines Theaterstück. Wie kams?
Ausgangspunkt war die Suche nach einem Stoff für unterhaltsame Geschichtsvermittlung mit aktuellen Bezügen. Schnell stach dabei eine schillernde historische Frauenfigur ins Auge, mit der gemeinhin allerlei sagenhafte exotische Vorstellungen verknüpft sind, während viele Hintergründe, Zusammenhänge und Details unscharf im Nebel des klassischen Altertums hängengeblieben sind. Ein spannender Stoff mit viel Potenzial: ansprechend, aber nicht abgegriffen; historisch, aber nicht verstaubt; glamourös, aber auch handfest abenteuerlich. Ein geschichtliches Glanzlicht, das es wert ist, als glanzvolle Geschichte neu erzählt zu werden.
Politisch-historische Kaliber wie Kleopatra oder Cäsar sind allerdings im Lauf der Jahrhunderte ausgiebig genug auf den Podesten der unreflektierten Vergötterung gestanden; also war klar, dass sie von dort ein bisschen weggekitzelt und -gewitzelt werden sollten, um sie auf ihre menschlichen Dimensionen und allzu menschlichen Widersprüche zurechtzustutzen.
Aus diesen Widersprüchen wurde ganz von selbst ein Spiel mit reizvollen Gegensätzen: Drama kontrastiert mit Slapstick, Weltpolitik mit kindischen Kaprizen, egozentrischer Ehrgeiz mit mutigem Feminismus, kalte Erotik mit romantischer Sehnsucht, Größenwahn mit Fantasie und Gestaltungswillen.
Es geht um erstaunlich wenig und doch um unendlich viel, Geschwisterzwist wurde ebenso zum Thema wie der ewige Generationskonflikt; und über all dem natürlich das uralte Spiel mit Macht und Geltung. Klassisch das Sujet, rotzig-heutig der Umgang damit – das Ganze noch mit einer gleichermaßen kuriosen wie coolen Mischung musikalischer Stile und Zitate durchgerührt: fertig war die „antike Farce“, die nun gleichermaßen Satire ist wie Show, Dokumentation wie Drama, Paraphrase wie Parodie.
Inhaltsbeschreibung
Diese moderne, temporeiche Theaterfassung rund um Kleopatra, Cäsar und ihre Zeit verbindet historische Motive mit zeitgenössischer Sprache, Humor und Selbstironie. Das Stück bewegt sich bewusst zwischen Antike und Gegenwart und nutzt dabei einen spielerischen Umgang mit Formen, Rollenbildern und Erzählweisen.
Im Zentrum steht Kleopatra – nicht nur als historische Herrscherin, sondern als vielschichtige Figur zwischen Macht, Inszenierung und persönlicher Sehnsucht. Sie erscheint zugleich als strategisch denkende Politikerin, als Projektionsfläche männlicher Fantasien und als selbstbewusste Frau, die ihre Wirkung gezielt einsetzt. Dabei wird ihr „Image“ immer wieder hinterfragt: Ist sie Verführerin, Opfer, Machtmensch oder schlicht eine kluge Überlebenskünstlerin?
Die Handlung entfaltet sich in einer Reihe von Szenen, die klassische Historie bewusst mit heutigen Perspektiven brechen. Cäsar gerät zunehmend in ein Spannungsfeld zwischen politischer Verantwortung und persönlicher Verstrickung. Währenddessen liefern sich Kleopatra und ihr Bruder Ptolemaios einen absurden Machtkampf, der gleichermaßen komisch wie entlarvend ist. Die großen Konflikte der Antike erscheinen dabei oft überraschend klein, ego-getrieben und menschlich.
Eine besondere Rolle spielen ein römischer und griechischer Chor, die das Geschehen kommentieren, bewerten und ironisch spiegeln. Sie stehen für unterschiedliche Blickwinkel: moralisch, politisch, kulturell – und nicht zuletzt für die Frage, wie Geschichte erzählt und interpretiert wird. Immer wieder durchbrechen sie die Illusion des Theaters und machen das Publikum darauf aufmerksam, dass hier nicht „die Wahrheit“, sondern eine mögliche Perspektive gezeigt wird.
Parallel dazu treten die ägyptischen Götter in einer modernen, fast schon popkulturellen Variante auf. Ihre Konflikte spiegeln die menschlichen Auseinandersetzungen und thematisieren Fragen von Identität, Mythos und Inszenierung. Auch hier zeigt sich: Geschichte und Mythologie sind weniger feste Wahrheiten als vielmehr Erzählungen, die ständig neu konstruiert werden.
Im weiteren Verlauf verdichten sich die Themen: Macht, Liebe, Manipulation und Selbstinszenierung greifen ineinander. Kleopatra erreicht scheinbar den Höhepunkt ihrer Macht, doch gleichzeitig wächst die Unsicherheit. Was bleibt, wenn alles erreicht ist? Was bedeutet es, „in die Geschichte einzugehen“? Und wer entscheidet eigentlich, wie diese Geschichte erzählt wird?
Das Stück endet bewusst offen und reflektierend. Es stellt die großen historischen Ereignisse in Frage und rückt stattdessen die Mechanismen von Wahrnehmung, Erinnerung und Bedeutung in den Fokus. Letztlich geht es weniger um die „wahre“ Kleopatra als um die vielen Geschichten, die über sie erzählt werden – und darum, wie schnell aus Menschen Mythen werden.
Themen des Stücks:
- Macht und politische Strategie
- Geschlechterrollen und Zuschreibungen
- Selbstinszenierung und Image
- Liebe vs. Kalkül
- Geschichte als Konstruktion
- Mythos und Realität
Spielweise und Zielgruppe:
Durch seine Mischung aus Humor, Ironie und inhaltlicher Tiefe eignet sich das Stück besonders gut für ein junges Publikum. Die moderne Sprache, der Einsatz von modernem Sprechgesang mit Rap-Elementen, popkulturelle Anspielungen und das bewusste Brechen klassischer Theaterformen ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu historischen Themen und regen gleichzeitig zur kritischen Auseinandersetzung an.
Die Sommerproduktion „KLEO SUPERSTAR – Eskapaden einer jungen Pharaonin“ wird mit einem Team von 12 Jugendlichen aufgeführt.
Kleo – ein Superstar für alle
Die legendenumwobene Herrscherin Kleopatra VII Philopator (69 bis 30 v. Chr.) als komödiantische Bühnenfigur; das letzte Kapitel des jahrtausendealten Ägyptischen Königreichs als Hintergrund für eine respektlose Betrachtung hartnäckig tradierter Machtmechanismen; Geschichte, Exotik und antikes Namedropping; behauptete Größe auf engstem Bühnenraum; dazu der fantastische Kosmos der altägyptischen Mythologie und die handfesten Probleme einer jungen Frau, die sich in einer Männerdomäne behaupten will. – Eine Menge Holz für ein kleines Theaterstück. Wie kams?
Ausgangspunkt war die Suche nach einem Stoff für unterhaltsame Geschichtsvermittlung mit aktuellen Bezügen. Schnell stach dabei eine schillernde historische Frauenfigur ins Auge, mit der gemeinhin allerlei sagenhafte exotische Vorstellungen verknüpft sind, während viele Hintergründe, Zusammenhänge und Details unscharf im Nebel des klassischen Altertums hängengeblieben sind. Ein spannender Stoff mit viel Potenzial: ansprechend, aber nicht abgegriffen; historisch, aber nicht verstaubt; glamourös, aber auch handfest abenteuerlich. Ein geschichtliches Glanzlicht, das es wert ist, als glanzvolle Geschichte neu erzählt zu werden.
Politisch-historische Kaliber wie Kleopatra oder Cäsar sind allerdings im Lauf der Jahrhunderte ausgiebig genug auf den Podesten der unreflektierten Vergötterung gestanden; also war klar, dass sie von dort ein bisschen weggekitzelt und -gewitzelt werden sollten, um sie auf ihre menschlichen Dimensionen und allzu menschlichen Widersprüche zurechtzustutzen.
Aus diesen Widersprüchen wurde ganz von selbst ein Spiel mit reizvollen Gegensätzen: Drama kontrastiert mit Slapstick, Weltpolitik mit kindischen Kaprizen, egozentrischer Ehrgeiz mit mutigem Feminismus, kalte Erotik mit romantischer Sehnsucht, Größenwahn mit Fantasie und Gestaltungswillen.
Es geht um erstaunlich wenig und doch um unendlich viel, Geschwisterzwist wurde ebenso zum Thema wie der ewige Generationskonflikt; und über all dem natürlich das uralte Spiel mit Macht und Geltung. Klassisch das Sujet, rotzig-heutig der Umgang damit – das Ganze noch mit einer gleichermaßen kuriosen wie coolen Mischung musikalischer Stile und Zitate durchgerührt: fertig war die „antike Farce“, die nun gleichermaßen Satire ist wie Show, Dokumentation wie Drama, Paraphrase wie Parodie.
Inhaltsbeschreibung
Diese moderne, temporeiche Theaterfassung rund um Kleopatra, Cäsar und ihre Zeit verbindet historische Motive mit zeitgenössischer Sprache, Humor und Selbstironie. Das Stück bewegt sich bewusst zwischen Antike und Gegenwart und nutzt dabei einen spielerischen Umgang mit Formen, Rollenbildern und Erzählweisen.
Im Zentrum steht Kleopatra – nicht nur als historische Herrscherin, sondern als vielschichtige Figur zwischen Macht, Inszenierung und persönlicher Sehnsucht. Sie erscheint zugleich als strategisch denkende Politikerin, als Projektionsfläche männlicher Fantasien und als selbstbewusste Frau, die ihre Wirkung gezielt einsetzt. Dabei wird ihr „Image“ immer wieder hinterfragt: Ist sie Verführerin, Opfer, Machtmensch oder schlicht eine kluge Überlebenskünstlerin?
Die Handlung entfaltet sich in einer Reihe von Szenen, die klassische Historie bewusst mit heutigen Perspektiven brechen. Cäsar gerät zunehmend in ein Spannungsfeld zwischen politischer Verantwortung und persönlicher Verstrickung. Währenddessen liefern sich Kleopatra und ihr Bruder Ptolemaios einen absurden Machtkampf, der gleichermaßen komisch wie entlarvend ist. Die großen Konflikte der Antike erscheinen dabei oft überraschend klein, ego-getrieben und menschlich.
Eine besondere Rolle spielen ein römischer und griechischer Chor, die das Geschehen kommentieren, bewerten und ironisch spiegeln. Sie stehen für unterschiedliche Blickwinkel: moralisch, politisch, kulturell – und nicht zuletzt für die Frage, wie Geschichte erzählt und interpretiert wird. Immer wieder durchbrechen sie die Illusion des Theaters und machen das Publikum darauf aufmerksam, dass hier nicht „die Wahrheit“, sondern eine mögliche Perspektive gezeigt wird.
Parallel dazu treten die ägyptischen Götter in einer modernen, fast schon popkulturellen Variante auf. Ihre Konflikte spiegeln die menschlichen Auseinandersetzungen und thematisieren Fragen von Identität, Mythos und Inszenierung. Auch hier zeigt sich: Geschichte und Mythologie sind weniger feste Wahrheiten als vielmehr Erzählungen, die ständig neu konstruiert werden.
Im weiteren Verlauf verdichten sich die Themen: Macht, Liebe, Manipulation und Selbstinszenierung greifen ineinander. Kleopatra erreicht scheinbar den Höhepunkt ihrer Macht, doch gleichzeitig wächst die Unsicherheit. Was bleibt, wenn alles erreicht ist? Was bedeutet es, „in die Geschichte einzugehen“? Und wer entscheidet eigentlich, wie diese Geschichte erzählt wird?
Das Stück endet bewusst offen und reflektierend. Es stellt die großen historischen Ereignisse in Frage und rückt stattdessen die Mechanismen von Wahrnehmung, Erinnerung und Bedeutung in den Fokus. Letztlich geht es weniger um die „wahre“ Kleopatra als um die vielen Geschichten, die über sie erzählt werden – und darum, wie schnell aus Menschen Mythen werden.
Themen des Stücks:
- Macht und politische Strategie
- Geschlechterrollen und Zuschreibungen
- Selbstinszenierung und Image
- Liebe vs. Kalkül
- Geschichte als Konstruktion
- Mythos und Realität
Spielweise und Zielgruppe:
Durch seine Mischung aus Humor, Ironie und inhaltlicher Tiefe eignet sich das Stück besonders gut für ein junges Publikum. Die moderne Sprache, der Einsatz von modernem Sprechgesang mit Rap-Elementen, popkulturelle Anspielungen und das bewusste Brechen klassischer Theaterformen ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu historischen Themen und regen gleichzeitig zur kritischen Auseinandersetzung an.
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Ort
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3 Astgasse
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