Die Konferenz von Alles Clara
sprich.Clartext 2027
Unsere Familien übernehmen bis zu 80% des Pflege- und Betreuungsbedarfs in Österreich. Damit sind sie in der Rolle der pflegenden Angehörigen systemrelevant und bilden die Basis unseres Pflege- und Betreuungssystems. Oft bleibt ihr enormer Beitrag jedoch ungesehen.
Die Online-Konferenz “sprich.Clartext” von Alles Clara rückt ihre Anliegen, Herausforderungen und Erfahrungen in den Mittelpunkt und schafft Raum für Austausch, Anerkennung und konkrete Unterstützung. Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis beleuchten zentrale Herausforderungen pflegender Angehöriger.
Themenschwerpunkte im Jahr 2027:
- Versorgungslücken
- Orientierung & Angebotslandschaft
- Angehörige von Menschen mit Demenz
- Überforderung und herausfordernde Situationen
- Trauerbegleitung
Ergänzt wird das Programm durch praxisnahe Impulse. Ziel ist es, Wissen zu teilen, Austausch zu fördern und gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft zu diskutieren.
Die Konferenz wird durch das Sozialministerium und die ERSTE Stiftung ermöglicht und von Freirad im Anschluss ausgestrahlt. Im Programmkomitee vertreten sind: Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz, Volkshilfe), Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, Karl Landsteiner Universität, LebensGroß, Ludwig Boltzmann Institute Digital Health and Patient Safety und die Universität Wien.
Gut zu wissen
Highlights
- 6 Tage 2 Stunden
- Online
Ort
Online-Event
Agenda
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Wer ist zuständig? Wie Übergänge (nicht) zur Hürde werden.
Versorgungslücken entstehen selten durch das vollständige Fehlen von Angeboten. Sie entstehen hauptsächlich dort, wo Systeme, Zuständigkeiten und Lebensbereiche aufeinandertreffen - an den Schnittstellen zwischen Versorgung, Alltag und institutionellen Strukturen. Diese Brüche zeigen sich oft an Übergängen: etwa beim Wechseln vom Krankenhaus in die häusliche Pflege, Veränderungen im Pflegebedarf, beim Ein- oder Ausstieg aus Betreuungssystemen, Zeiten reduziertet Unterstützung oder beim Wegfall von Angeboten. Pflegende Angehörige sind in solchen Situationen oft auf sich allein gestellt. Sie müssen Informationen einholen Unterstützung koordinieren und kurzfristig Lösungen finden. Die Diskussionsrunde richtet den Blick auf diese Übergänge: Wo entstehen Versorgungslücken, warum treten sie auf und wie können Übergänge besser gestaltet werden?